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Pál Teleki ArtikelPál Teleki, offiziell ungar. Dr. gróf széki Teleki Pál, deutsch auch "Graf Paul Teleki von Szék" (* 1.11 1879 in Budapest, †durch Suizid 3.04 1941 ebenda) war ein ungarischer Wissenschafter und Politiker.
Buch-Tipp: April Lady. Ein wunderbarer Roman ! Als Lord Cardross die blutjunge Lady Helen heiratet übernimmt er bedrohliche finanzielle Verpflichtungen. Die junge Frau kommt vom Land in die ihr noch völlig fremde Welt der gehobenen Londoner Gesellschaft. In ihrem Ergeiz sich, der tonangebenden Welt des englischen Biedermeier, an zu passen gerät sie in Schwierigkeiten.... Herkunft, wissenschaftliche Laufbahn | |
Er stammte aus einer begüterten Siebenbürger Adelsfamilie.
(Fortsetzung folgt)
Buch-Tipp: April in Paris Beeindruckend! Sprachlich perfekt, unglaublich schnell und facettenreich. Den Versuch des Gefreiten Roth, nicht Stellung beziehen zu müssen beschreibt Wallner glaubhaft und ab und zu mit harten Bandagen (Folterverhöre der SS usw. ). |
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Ministerpräsident von 1920 bis 1921, Kultusminister 1938/1939 und wiederum Ministerpräsident von 1939 bis 1941.
(Fortsetzung folgt)
Buch-Tipp: April, May und June. Ein wunderschönes Buch. "April, May und June" beschreibt, wie eine Mutter versucht, ihren drei kleinen Töchter anhand von selbstvertonten englischen Kindergedichten die Zeit zu vertreiben. "Action" wird man nicht viel finden; das Schöne sind die wirklich "echten" Kinder und die absolut glaubhaften Probleme der... |
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Als nachdem Putsch in Belgrad Hitler sogleich Pläne aufstellte, um Jugoslawien zu besetzen, bot er Ungarn die Rückgewinnung aller in dem Vertrag von Trianon verlorenen Gebiete an, falls es sich am Feldzug beteilige. Sogar die Annexion Kroatiens stellte er in Aussicht und versprach, sich bei Mussolini für eine Rückgabe der von Italien annektierten Hafenstadt Rijeka einzusetzen. Auf dieses verlockende Angebot hin setzte bei Reichsverweser Horthy, der militärischen Führung und der Mehrheit in Kabinett und Parlament ein rascher Stimmungswandel zugunsten eines möglichst schnellen Kriegseintritts ein, gegen den Teleki mit seinem strikten Neutralitätskurs allein blieb. In der Presse setzte eine rabiate antijugoslawische Propaganda mit angeblichen Gräueltaten gegen die ungarische Minderheit ein.
Bei der Sitzung des Obersten Militärrats am 1.04 1941 konnte Teleki ca. noch für einen Kompromiss eintreten: Ungarn sollte erst einmarschieren, wenn sich Kroatien für unabhängig erklärt und damit Jugoslawien de facto zu existieren aufgehört hätte. Überdies sollten die ungarischen Truppen ca. bis zur historischen Landesgrenze von 1918 vorrücken, aber keine weiteren Gebiete annektieren. Diese Lösung wurde mit 7 zu 4 Stimmen (die für einen vollen Kriegseintritt ohne Hemmungen votierten) angenommen.
Als Teleki darauf die Meldung erhielt, dass Großbritannien dies als Kriegsgrund gegen Ungarn ansehen würde, musste er sich das völlige Scheitern seiner Politik eingestehen. Kurz nach Mitternacht des 3. April schrieb er dem Reichsverweser zwei Briefe (vgl. unten) und erschoss sich.
Buch-Tipp: Breakout. Reality Toll! Breakout ist zweifellos eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe. Die geschichte ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite erzählt. Allerdings hat mich das buch sehr an Morton Rhues "Bootcamp" erinnert. |
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Ungarisches Original der beiden Briefe:
"Főméltóságú Úr!
Szószegők lettünk - gyávaságból - a mohácsi beszéden alapuló örökbéke szerződéssel szemben. A nemzet érzi, és mi odadobtuk becsületét. A gazemberek oldalára álltunk - mert a mondvacsinált atrocitásokból egy szó sem igaz! Sem a magyarok ellen, de még a németek ellen sem! Hullarablók leszünk! a legpocsékabb nemzet. Nem tartottalak vissza. Bűnös vagyok. Teleki Pál"
"Főméltóságú Úr!
Ha cselekedetem nem is sikerülne teljesen, és még élnék, ezennel lemondok. Mély tisztelettel, Teleki Pál"
Deutsche Übersetzung:
"Exzellenz!
Wir sind wortbrüchig geworden - aus Feigheit - gegenüber dem auf der Mohácser Rede beruhenden Vertrag über ewigen Frieden. Die Nation spürt es und wir haben unsere Ehre hingeschleudert. Wir sind auf die Seite der Schurken getreten, denn an den an den Haaren herbeigezogenen Gräueltaten ist kein Wort wahr! Weder gegen die Ungarn, noch gegen die Deutschen! Leichenschänder werden wir! Die jämmerlichste Nation. Ich habe dich nicht zurückgehalten. Ich bin schuldig.
Pál Teleki"
"Exzellenz!
Auch wenn meine Tat nicht gänzlich gelingen sollte und ich noch lebe, trete ich hiermit zurück. In tiefer Verehrung,
Pál Teleki"
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Noch in dem Jahr 2004 sorgte eine geplante Statue für Pál Teleki in Budapest für erhitzte Gemüter:
Das von einem privaten Verein in Auftrag gegebene Werk hätte zu dem Todestag Telekis am 3.04 in dem Innenhof der Budapester Burg aufgestellt werden sollen. Dieser Plan wurde anfänglich auch von Oberbürgermeister Gábor Demszky unterstützt. Weil jedoch Teleki sich nicht bloß gegen den Kriegseintritt seines Landes gegen Nazideutschland äußerst, sondern in seinem innenpolitischen Wirken auch zwei antisemitische Gesetze erlassen hatte, erhob sich ein Proteststurm, dem sich auch Demszkys Partei SZDSZ anschloss. Aus diesem Grund und weil sich in diesem Jahr auch die Deportation der ungarischen Juden in die Vernichtungslager 1944 zu dem 60. Mal jährt, zog Demszky seine Unterstützung für das Ansinnen zurück.
Einige Wochen später wurde das Denkmal (von Tibor Rieger)im Garten von dem r.k. Kirche von Balatonboglár aufgestellt. In dieser kleinen Stadt am Plattensee wirkte während der Zeit des Zweiten Weltkrieges das von der Teleki Regierung aufgestellte Gymnasium für polnische Flüchtlinge. Das bis die deutsche Besatzung Ungarns (19.03.44) wirkende Gymnasium war dieser Zeit das einzige freie polnischsprachige Lehrinstitut in der kontinentalen Europa.
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Vorgänger: Sándor Simonyi-Semadam
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Liste der ungarischen Ministerpräsidenten
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Nachfolger: István Bethlen
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Vorgänger: Béla Imrédy
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Liste der ungarischen Ministerpräsidenten
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Nachfolger: László Bárdossy
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